Verkehrsrechtsseminar mit Crash-Test

Legal Tribune Online

Die Legal Tribune Online, lto.de berichtet über “Exotische Seminare” und dabei u.a. über das Crash-Test-Seminar von Rechtsanwalt Kroll zusammen mit dem Unfallrekonstruktionssachverständigen Dr. Ing. Michael Weyde.
Artikel in der Legal Tribune Online:

Anwaltsfortbildungsseminar. Man hat das Wort kaum ausgesprochen, da schlummert man auch schon friedlich. Tatsächlich haben sich viele Dozenten die Qualitäten ihrer früheren Professoren zu eigen gemacht, eine langweilige Materie noch langweiliger zu vermitteln – doch es geht auch anders. Drei ungewöhnliche Alternativen.

Verkehrsrechtsseminar mit Crash-Test

Auf etwas unkonventionelle Methoden müssen sich auch die Teilnehmer des SVO-Seminars “Verteidigung bei Verkehrsunfallflucht” einstellen. Dabei unterscheidet sich der theoretische Teil der Veranstaltung wohl nicht grundlegend von anderen Seminaren zum Thema. Unter Leitung des Fachanwalts für Verkehrsrecht Leif Hermann Kroll und des Unfallsachverständigen Dr. Michael Weyde werden die rechtlich und tatsächlich bedeutsamen Weichenstellungen eines Verkehrsunfalls erläutert. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Vorsatz-Frage gelegt, also darauf, ob der Flüchtende den Unfall überhaupt bemerkt hat.

“Gerade bei kleineren Unfällen unterschätzt man, wie leicht es ist, diese gar nicht wahrzunehmen”, erläutert Kroll. “Weiche Teile wie zum Beispiel die Türen geben bei einer Kollision nach, Seitenspiegel brechen schnell ab; zudem sind die Fahrgastzellen bei modernen Pkw sehr gut schallgeschützt.” Das klingt plausibel, aber die Besucher sollen sich nicht allein auf Krolls Wort verlassen müssen.

Also was tun? Ganz einfach: Mir nichts, dir nichts verlädt er die Gruppe in einen alten VW-Bus, hält auf ein vom Schrottplatz entliehenes Fahrzeug zu, und… gibt Gas. Nicht besonders viel natürlich, schließlich soll die Übung den Teilnehmern vor Augen führen, wie wenig man von einem Unfall bei niedrigem Tempo überhaupt mitkriegt. “Wenn man einmal aus erster Hand miterlebt hat, wie unscheinbar ein Unfall bei niedrigem Tempo abläuft, kann man das auch vor Gericht überzeugender argumentieren”, ist Kroll sich sicher. Die Teilnehmer schätzen den für anwaltliche Fortbildungen eher ungewöhnlichen praktischen Einschlag, nur der VW-Bus schaut ein wenig verknautscht und grimmig drein.

Der ganze Artikel findet sich hier»