In jüngster Zeit melden sich vermehrt Mandanten bei uns, die von einem Auslieferungsstopp des neuen Opel Crossland X berichten. Die Fahrzeuge wären auslieferungsbereit beim Händler, das Opelwerk habe aber die Herausgabe an die Kunden untersagt. Teilweise sind die Fahrzeuge bereits auf den Käufer zugelassen, so daß dieser auch schon Steuern und Versicherungsprämien bezahlen muß.

Zu den Gründen liegen keine offiziellen Informationen vor, es soll wohl ein Problem bei der Verschweißung der Sitze, namentlich der Rücksitzbank, geben.

Nach unserer Auffassung liegen in Anbetracht der üblichen Verkaufs-AGBs der Opel-Händler die Voraussetzungen von Verzug vor, so daß die Kunden – neben der umgehenden Lieferung des Fahrzeugs –  Schadensersatz fordern können, wie z.B. Ersatz- oder Mietwagen oder Nutzungsausfall nach üblicher Tabelle.

Die Händler verweisen hier auf das Werk in Rüsselsheim. Denn sie seien an deren Anweisung gebunden. Das ist aber nicht das Problem des Fahrzeugkäufers. Denn er hat mit dem Werk in Rüsselsheim keinen Vertrag, sondern mit dem Händler. Dieser muß gegenüber seinem Kunden erfüllen, also liefern, nicht das Werk.

Man sollte, um den täglichen Nutzungsausfall zu sichern, frühzeitig nachweisbar und nachdrücklich seinen Lieferanspruch einfordern. Sonst verschenkt man viel Geld.