Befristung

Eine Befristung bedarf grundsätzlich eines sachlichen Grundes. Ein solcher kann sich etwa aus einem nur vorübergehenden betrieblichen Mehrbedarf an Arbeitskräften ergeben, in der Eigenart der Beschäftigung oder der Person des Arbeitnehmers liegen. Auch die Vertretung eines anderen Arbeitnehmers, z.B. während Elternzeit, kann eine Befristung rechtfertigen.

Sachgrundlose Befristung:
Auch ohne Sachgrund ist eine Befristung wirksam, jedoch nur bis zu einer Höchstdauer von zwei Jahren zulässig. Diese Höchstdauer gilt auch bei einer Verlängerung der Befristung.

Schriftform:
Die Befristung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich vereinbart wurde. Dies gilt auch, wenn der Arbeitsvertrag im Übrigen in anderer Form geschlossen wurde.

Auflösende Bedingung:
Die Befristung ist zu unterscheiden von der auflösenden Bedingung. Ein auflösend bedingtes Arbeitsverhältnis endet nicht nach einer von vornherein bestimmten Zeit, sondern mit dem Eintritt eines vereinbarten Ereignisses. Dabei muss lediglich das Ereignis selbst hinreichend bestimmt sein, nicht aber der Tag, an dem es eintreten wird.

Tipp:
Sollten Sie die Befristung oder Bedingung Ihres Arbeitsverhältnisses für unwirksam halten, müssen Sie dies wie im Kündigungsschutzprozess innerhalb von drei Wochen nach Ende des Arbeitsverhältnisses im Wege der Klage geltend machen.